Die Kfz-Ausbildung am Flughafen

Kfz-Azubis

Hallo erst mal…

Mein Name ist Stephan Kunz, ich bin 42 Jahre alt, trage den Titel eines Kraftfahrzeugtechnikermeisters und habe die Ehre und bin stolz bei der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) als Ausbildungsmeister für die Berufe Kraftfahrzeugmechatroniker Fachrichtung PKW-Technik und Kommunikationstechnik zuständig zu sein. Ich möchte Ihnen in meinen folgenden Beiträgen auf dem Blog einen Einblick in unsere Welt der Ausbildung von jungen Menschen geben. Eine Welt, in der das Thema Ausbildung auf eine besondere Art interpretiert wird. Hier sind nicht die Vorgaben von Berufsbildern, Kammern und Instituten maßgebend, sondern der Spaß an der Sache steht im Vordergrund.

Die jüngste Geschichte der Kfz-Ausbildung bei uns begann im April 2001 mit meiner Einsetzung als Ausbildungsmeister.

Ich selbst startete am Flughafen 1986 als Azubi zum damals noch gültigen Beruf Kraftfahrzeugschlosser, eine Art Automechaniker, der auch im Fahrzeugbau bewandert ist. Damals wurde das 1. Lehrjahr noch entsprechend einem Metallberuf an der GARP (Gemeinschaftsausbildungsstätte Ruit-Plochingen) in Ruit gelehrt. Ab dem 2. Lehrjahr bekam man dann in der Fahrzeugreparaturwerkstatt der FSG die ersten Fahrzeuge zu Gesicht. Bei der Bandbreite an Fahrzeugen und Geräten (Busse, Treppen, Lkw, Pkw, Rasenmäher, Kehrmaschinen, Winterdienstgeräte, Fahrräder, usw.) wurde mir schnell klar, welchen besonderen Arbeitsplatz die FSG einem technikinteressierten jungen Menschen bietet. Und diese Faszination hält bis heute an!

In den folgenden Jahren als Geselle bekam ich auch immer wieder Aufgaben abseits der normalen Tätigkeiten eines Mechanikers übertragen. Ich war abwechselnd zuständig für die Ersatzteilbeschaffung, Werkzeugausgabe, Rechnungsüberprüfung, und oft wurden mir Azubis zugeteilt, denen ich gerne mein Fachwissen weitergab. Dadurch reifte in mir der Entschluss, mich zum Meister weiterzubilden.

Nach erfolgreicher Meisterprüfung, wurde ich zunächst als Vorarbeiter eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt war die Kfz-Ausbildung noch tatsächlich in der Fachabteilung eingegliedert und wurde von einem Werkstattmeister geführt. Schon 1992 wurde eine Ausbildungswerkstatt in einem Teilbereich der Fahrzeugwerkstatt eingerichtet. Damals wurden 2 Azubis pro Lehrjahr rekrutiert.

Durch eine Umstrukturierung wurden 2001 die Ausbildungen der verschiedenen Berufe aus den Fachabteilungen herausgelöst und im Teilbereich Personalentwicklung und Ausbildung neu angesiedelt unter der Leitung von Friedemann John. Daher sollte dann ein hauptamtlicher Ausbildungsmeister für die Aufgabe zuständig werden. Nach einer internen Ausschreibung fiel dann die Wahl auf mich.

Mit dieser Umstrukturierung war auch die Erhöhung der Zahl der Ausbildenden bei den Kfz-Azubis von 2 auf 6 pro Lehrjahr verbunden, das 1. Lehrjahr wurde weiterhin auf der GARP vermittelt.
Ab 2004 wurde dann, bedingt durch die technischen Entwicklungen, der Kfz-Mechatroniker ins Leben gerufen, eine Zusammenlegung der Berufe Kfz-Mechaniker und Kfz-Elektriker. Damit verbunden war eine deutliche Reduzierung der Metallgrundausbildung. Somit entfiel das 1. Lehrjahr auf der GARP und die Auszubildenden werden nun praktisch vom ersten Tag an direkt an die Kfz-Technik herangeführt…

Fortsetzung folgt….

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