Auf dem Weg zum fairport STR

Umwelt und Nachhaltigkeit - Rundgang am Flughafen Stuttgart

Wie passen Flughafen Stuttgart, Ausfl├╝ge zu M├╝lltonnen und lange Abende im B├╝ro mit Computer, Schere und Kleber zusammen? In meiner Vorstellung urspr├╝nglich gar nicht. Inzwischen wurde ich eines Besseren belehrt. All dies kann einem bei der Arbeit an einem gro├čen Projekt begegnen – in meinem Fall dem Umwelt- und Nachhaltigkeitsparcours fairport STR.

Als ich mich auf mein Praktikum im Bereich Umweltkommunikation beim Flughafen Stuttgart bewarb und man mir mitteilte, ich w├╝rde am Aufbau eines Umwelt- und Nachhaltigkeitsparcours mitarbeiten, da hatte ich noch keine Ahnung, was mich ├╝ber die n├Ąchsten Monate erwarten w├╝rdeÔÇŽ Als Quereinsteigerin wusste ich wenig von Umweltfragen und was sollte das sein, ein Nachhaltigkeitsparcours??? Zumindest die zweite Frage kl├Ąrte sich relativ schnell: Parcours = Rundgang mit Informationstafeln und Ausstellungsst├╝cken. Soweit so gut. Was Nachhaltigkeit eigentlich bedeutet, musste ich auch erst mal googlenÔÇŽ Erhalt eines SystemsÔÇŽes soll also immer etwas bewahrt werden zum Wohl der zuk├╝nftigen GenerationenÔÇŽ aha, wieder was dazugelernt.

Erst mal einen ├ťberblick bekommen

Das Ziel stand fest: Neun verschiedene Stationen zu Themen wie biologische Vielfalt, Emissionsfreie Mobilit├Ąt und kirchliche Seelsorge. Es sollte immer einen kurzen Informationstext ├╝ber die Frage im Allgemeinen und den Flughafen betreffend geben. Ausdrucksstarke Bilder sollten die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich ziehen und die Problematiken veranschaulichen und Infografiken komplizierte Themenbereiche erkl├Ąren. Damit die Besucher auch mitmachen k├Ânnen anstatt nur zu konsumieren mussten Ausstellungsst├╝cke her. Soweit so gut. Es gab so viele Bereiche, in denen Arbeit zu erledigen war. Ich wei├č nicht, wie lange ich da den ├ťberblick behalten h├Ątte, aber das musste ich auch nicht, denn unsere Projektleiterin hatte eine beeindruckende ├ťbersicht ├╝ber jedes noch so kleine Detail und sorgte f├╝r ein perfektes Zusammenspiel aller Beteiligten.

Ideen in die Tat umsetzen

Nun hie├č es f├╝r mich vor allem erst mal lesen, lesen, lesen, um sich mit den Themen vertraut zu machen. Umweltfragen, die den Flughafen betreffen aufarbeiten und verst├Ąndlich zusammenfassen, das kann doch nicht so schwierig sein, oder? F├╝r mich schon, denn ich musste weitestgehend bei Null anfangen. Keine Ahnung, wie Solarzellen aufgebaut sind. Oder eine Brennstoffzelle funktioniert. Texte schreiben, Bildmotive finden und allen Tafel einen einheitlichen Look verpassen, daran war ich direkt beteiligt. Aber damit stand das Projekt noch lange nicht: Wer baut denn die Tafeln, auf denen sp├Ąter alles zu lesen sein soll? Wir brauchten die Hilfe der Schreinerei. Wir wollen ein Flugzeugmodell an die Decke h├Ąngen? Halloooo! Schon mal ├╝ber Statik nachgedacht? Dank der Beteiligung von gef├╝hlten hundert Experten muss keiner Angst haben, dass etwas passiert. Aber das machte das Projekt so anspruchsvoll: Die Koordination von um die 44 Beteiligten in rund 13 verschiedenen Fachabteilungen ÔÇô und das waren nur die Flughafenmitarbeiter! Dazu kamen externe Partner, etwa f├╝r die Grafik.

Punktlandung

Auf der Zielgeraden wurde es noch mal hektisch: Das Gesamtbild der Infotafeln stimmte noch nicht. Also hie├č es, Schere und Kleber in die Hand nehmen und in langen Stunden die Tafeln umgestalten. Es wurde eng, aber endlich standen alle Infotafeln in voller Gr├Â├če da. Einfach toll zu sehen, wie viele Kleinigkeiten schlie├člich ein gro├čes, stimmiges Gesamtbild ergeben. Und wenn man dann nach der Er├Âffnung die positive Resonanz erf├Ąhrt, dann sind die ganzen ├ťberstunden fast vergessen ;-)

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