Eine Ausbildung am Flughafen?
Das will ich machen!

Von Fluggasttreppen über Schneepflüge bis zu Porsches - am Flughafen Stuttgart warten die unterschiedlichsten Fahrzeuge auf die Kfz-Azubis

Hier mal eine Bewerbung, da mal eine Bewerbung noch zur Sicherheit hinschicken – sagen die Eltern doch immer. Aber im Grunde warten doch alle nur auf die Zusage der großen namhaften Automobilhersteller im Lande. Wer will da nicht hin? Schöne Autos, gutes Ansehen und gutes Gehalt. Fast niemand will mehr in einem kleinem Betrieb lernen, dessen Name nicht eine große Zukunft verspricht. KLEINER BETRIEB?

Mein Name ist Konstantin Klein, ich habe im September 2011 meine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker am Stuttgarter Flughafen begonnen. Ich habe viele Bewerbungen geschrieben, um meine Chance auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen. Doch als mir durch einen Freund zu Ohren gekommen ist, dass der Stuttgarter Flughafen eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker anbietet, war mir sofort klar: „Da muss ich hin, zum FLUGHAFEN STUTTGART!“

Nach 2 Wochen bangem Warten kam endlich der Brief mit der Einladung zum Eignungstest. Eignungstest!? Was wollen die wohl wissen? Was soll ich lernen? Wie bereite ich mich vor? Erst einmal beruhigen! Es werden keine Wunder erwartet, nur Interesse an dem Beruf und Grundkenntnisse in der Kfz-Technik. Ich habe mich schon immer für Fahrzeuge aller Art interessiert und mich mit technischen Fragestellungen auseinandergesetzt – und somit die besten Voraussetzungen für den Eignungstest mitgebracht. 2 Tage später stand ich vor der nächsten Hürde, das Vorstellungsgespräch.

Aber für mein Empfinden kein normales Vorstellungsgespräch. Pünklichst war ich am Vorstellungstag wie vereinbart am Verwaltungsgebäude des Flughafens Stuttgart. Aber anstatt in einem großen Konferenzsaal zu hocken mit den Ausbildern und dem Leiter der Personalentwicklung, wurde ich von einem Auszubildenden abgeholt und an all den Schneeräum- und Sonderfahrzeugen des Flughafens vorbei zur Ausbildungswerkstatt gebracht. Dort fand dann das Vorstellungsgespräch im Meisterbüro statt, und anschließend zeigte man mir noch die Werkstatt genauer.

Nach dem Bewältigen auch dieser Hürde, kam die positive Rückantwort des Flughafens. Und ich freute mich umso mehr auf meine Zeit am Flughafen Stuttgart und sehnte mich nach den ersten Arbeitstagen. Diese waren geprägt von Kennenlernspielen und Seminaren, welche von außen her langweilig erscheinen mögen, aber durch den Spaß und die Freude, den die Ausbilder/Seminarleiter vermittelten, war es ein sehr angenehmer Start in die Ausbildung. Eine Führung und die Flughafenrallye waren der krönende Abschluss der ersten Tage.
Nach dem Erhalt unserer Arbeitskleidung begann für uns schließlich die Ausbildung vollkommen. Von der ersten Minute an waren wir mittendrin statt nur dabei. Was das bedeutet, erzähle ich in meinem nächsten Beitrag…

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