Zwei in eins: Mit zwei Ausbildungen ins Berufsleben

Zwei in eins: Lennart Bussmann hat sich während seiner Ausbildung weitergebildet

Über drei Jahre ist es nun schon her, dass wir, Andreas Arlt und Lennart Bussmann, die Ausbildung zum Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration beim Flughafen begonnen haben (siehe dazu auch Andreas‘ Blog-Beitrag). Viel haben wir in der Zeit geschafft. Neben unserer bestanden Abschlussprüfung auch eine Zertifizierung mit dem Namen CCNA von der Firma Cisco Systems.

Da die Flughafen Stuttgart GmbH in ihrem Netzwerk größtenteils Hardware von Cisco Systems betreibt, lag es nahe, eine Qualifikation von Cisco zu absolvieren. Den Cisco Certified Network Associate, kurz: CCNA.

Die „it.schule“ Stuttgart informierte uns zu Beginn der Berufsausbildung über die Möglichkeit, diese Qualifikation im Laufe der Ausbildung parallel zu erwerben.

Unser Fachlehrer Herr Steinlein erklärte uns, welche Vorteile der CCNA bietet. Beispielsweise erhöht die Zertifizierung die Karrierechancen deutlich, man erweitert seine Kenntnisse in speziellen Themen (Netzwerk, Routing, etc.) und hat es für die Abschlussprüfungen am Ende der Berufsschulzeit leichter, da man den Schulstoff schon im Kopf hat. Dennoch gab er uns auch zu bedenken, dass der CCNA eine „harte Nuss“ sei und keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden sollte.

Es sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass der CCNA komplett in englischer Sprache abgelegt werden muss. Alle Online-Lerninhalte und Prüfungen werden ausschließlich in Englisch bereitstellt. Unsere Ausbildungswerkstatt am Flughafen stellte uns allerdings unterstützend die Bücher auf Deutsch zur Verfügung.

Nach reiflicher Überlegung haben wir uns dazu entschlossen, diesen Weg einzuschlagen. Auch aus dem Lehrjahr über uns waren bereits zwei Azubis dabei, den CCNA zu absolvieren, was uns ebenfalls dazu motivierte. Also trugen wir uns in die Liste der Teilnehmer ein.

Nach ein paar Tagen bekamen wir von unserem Fachlehrer ein persönliches Benutzerkonto bei der Networking Academy, der online Lernplattform von Cisco, eingerichtet.

Der CCNA selbst ist unterteilt in vier Semester, zu je acht bis elf Kapitel, wobei ein Kapitel schon mal zwei bis drei Stunden beanspruchen kann, bis man es grundlegend verstanden hat. Am Ende jedes Kapitels kann man ein Quiz zur Selbstkontrolle lösen. Des Weiteren gibt es eine virtuelle Praxisumgebung mit dem Namen „packet tracer”, die es einem erlaubt, das Gelernte auf virtueller Hardware anzuwenden. Hat man alle Kapitel eines Semesters verstanden, folgt eine abschließende Semesterprüfung, die es zu absolvieren gilt.

Als wir alle vier Semesterprüfungen mit Erfolg geschafft hatten, nahmen wir an der finalen CCNA Abschlussprüfung teil. Bei dieser mussten 85% der Fragen richtig beantwortet werden. Erst dann darf man sich Cisco Certified Network Associate nennen.

Der Zeitaufwand, den man benötigt um die Lerninhalte wirklich zu verstehen, kann mitunter erheblich sein. Gelegentlich kommen einem sogar Zweifel, ob man dem Umfang des CCNA gewachsen ist, da doch sehr viel freie Zeit geopfert werden muss.

Letztendlich ist es aber die Arbeit wert, da man schon nach kurzer Zeit merkt, dass man das Gelernte sehr gut bei der täglichen Arbeit anwenden kann. Der Aufwand hat sich allemal gelohnt!

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